Erläuterungen zum Wörterbuch

Vollständigkeit

Die Gesamtzahl der Mundart-Wörter läßt sich nicht genau beziffern. Schätzungen sprechen von 4000 - 6000 Begriffen, abhängig davon, wo die Grenze zum "Nachbardialekt " gezogen wird. Unsere Liste erhebt keinesfalls den Anspruch vollständig oder gar maßgebend zu sein. Es handelt sich lediglich um eine rein subjektive Sammlung von Dialektbegriffen, die teils im Gedächtnis, teils in Schriftform aufbewahrt waren. Dazu kommen noch Begriffe aus der sog. "Pseudo-Mundart." Hierbei handelt es sich um Wortschöpfungen, die erst nach der Hochzeit des Dialektes kreiert und nach und nach in den Wortschatz übernommen wurden. Oft handelt es sich dabei um die Beschreibung technischer Geräte, die erst in den letzten Jahrzehnten Einzug in den Alltag gehalten haben wie Plootespööler, Lautsprääker, Hüllbässem, Steckdoos oder Kiekekast.

Quellen

Bei den Vorbereitungen zum Wörterbuch wurden der Liste mehr als 2200 Begriffe aus dem Gedächtnis heraus zugeführt. Bei experimentell durchgeführten Übersetzungen von Erzählungen, Romankapiteln, Dokumenten, Zeitungsberichten ect. aus dem Hochdeutschen in die Mundart, wurden der Erinnerung weitere etwa 700 Begriffe entlockt.

Schreibweise

Es existiert bereits eine Reihe von Dialekt-Deutsch Übersetzungen in Buchform oder als angehängte Liste in diversen Mundartbüchern. Vergleicht man diese vorhandenen Listen miteinander, dann fällt auf, daß es keine einheitliche Schreibweise für gleiche Begriffe gibt. Jeder Autor schreibt Platt so, wie er es auch spricht. Wir möchten dieser Vielzahl unterschiedlicher Schreibweisen nicht noch eine weitere hinzufügen. Deshalb übernehmen wir für unsere Liste die Schreibweise aus "Mundart des unteren Niederrheins" von Egon Schönberner oder aus dem "Wörterbuch" von Hans Polders, wobei das Werk von Schönberner Priorität hat.


Beispiel "Eingemachtes." Unsere Übersetzung lautet "Ingekoktes", Polders übersetzt " Ingemaksel" und Schönberner "Ingemakkte." In diesem - und allen ähnlichen Fällen - übernehmen wir die Schreibweise Schönberners.


Begriffe, die in keinem der beiden Bücher enthalten sind, schreiben wir so, wir wir sie sprechen. (z.B. Kiekekast/Fernsehgerät oder Koppelaköökel/Purzelbaum)

Genauigkeit

Uns geht es nicht darum, sprachkundlichen Maßstäben zu entsprechen. Wer die grammatischen Regeln der Mundart kennenlernen möchte, dem empfehlen wir das schon mehrfach erwähnte Werk Wortschatz des unteren Niederrheins von Egon Schönberner.

Nach oben...